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September Wochenende

Wochenende 6. bis 8. September 2013

Die Wettervorhersage war mäßig, aber wir hatten es neben Regen auch noch richtig warm und sonnig.

Genug Wind für den Strandkite und danach gemütlich im Warmen sitzen und das erste mal Grünkohl dieses Jahr – naja es fehlten diverse Zutaten und war zu salzig…

internet per satellit

Heute habe ich die Montage der Iridium Pilot Anlage fertiggestellt. Jetzt verunstaltet ein weiterer Mast das Heck…

Backboard die Iridium Antenne

Backboard die Iridium Antenne

Warum Iridium Pilot?

Ich muss während der Reise arbeiten und dazu benötige ich ein verlässliches internet. Ich habe viel recherchiert und hin- und hergerechnet. Es gibt einige Möglichkeiten unterwegs emails zu empfangen, teilweise sogar kostenlos bzw. nahezu kostenlos. Bei diesen auf Amateurfunk/Pactor basierenden Angeboten ist aber die gewerbliche Nutzung ausgeschlossen. Aber ich arbeite als Administrator und Programmierer und benötige auf Zuruf sofort ein verlässliches Internet. Daher blieb nur Internet via Satellit übrig. Dies ist leider noch ein sehr teures Medium. Als ich mir die Tarife für die gängigen Handy’s von Iridium und Inmarsat anschaute wurde mir ganz anders  – 2,4kbit bei guter Antenne und Minutenpreise von ca. 1€. Auweia, das wird teuer…

Ein Satelitenhandy gibt es inzwischen für einige hundert Euro. Möchte man auch unter Deck einen guten Empfang haben, benötigt man eine externe Antenne. Beides zusammen kostet knapp 2000 Euro. Also doch ein Amateurfunkgerät und ein Pactor? Abgesehen davon das ich keine Amateurfunklizenz habe, kostet auch so eine Anlage in der Anschaffung mehr als 3000Euro.

Bei der englischen Firma MailASail wurde ich dann auf die Iridium Pilot aufmerksam. Iridium Internetverbindung bis 128kBit, packetorientierte Abrechnung – genau das was ich brauche. Preis pro MB ca. 9$. Autsch … aber 9$ sind kalkulierbar und wenn ich mich mit irgendetwas auskenne, dann ist das Netzwerktechnik und Bandbreitenbegrenzung sowie optimale Nutzung der Bandbreite. MailASail hat aber auch interessante Volumentarife die durchaus bezahlbar sind (solange man es beruflich nutzt). Aber das Beste für mich ist, Iridium Pilot kostet keine Grundgebühr, es fallen nur die Nutzungsdaten an…

meine vielen Fragen

Die Fragen, die sich auftun, nehmen kein ende – und wer muss meistens dran glauben?

Georg Seifert oder sein Team von ShipShop.

 

 

  • Welche Ankerwinsch, worauf muss man achten?
  • Selbststeuernanlage elektrisch hydraulisch oder eine Aries?
  • Wassermacher? Braucht man sowas?
  • Sicherheit – Shot-IT, etc.

 

Auch wenn es meist keine “richtige Antwort” geben kann, wird mir erklärt warum und wieso, wo kommt es darauf an, usw. Ich habe das Gefühl schon Zusammenhänge viel klarer zu sehen. Ein gutes Gefühl. Das Thema Selbststeueranlage macht mir zu schaffen. Eingebaut ist eine Autohelm 6000, die meistens super funktioniert, aber meistens? Ich will alleine segeln also brauche ich etwas das immer funktioniert. Micha von der Marlin sagt, Aries oder einen “richtigen” hydraulischen Piloten. Mit Aries sei ich auf der richtigen Seite. Georg Seifert sagt das selbe, muss was dran sein… Elektro/hydraulisch scheint gut und … teuer. Aries scheint gut … und auch teuer, aber nicht ganz so. Aber schön ist was anderes, ich will nicht so einen Gestell am Heck haben….

Heute habe ich mir einen Dummy Wassermacher von ShipShop ausgeliehen um auszuprobieren, wo und wie er am besten platziert werden kann. Das Thema ist einfacher. Und an was erinnere ich mich aus dem Gespräch bei ShipShop? Blitzeinschlag, alle Elektronik tot…. Wer steuert dann? Der tolle elektro-hydraulische Autopilot wohl kaum! Also doch Aries? ShipShop – wir sehen uns nächste Woche wieder….

Workum hat nen Strand, nen richtigen Strand!

Der Grund den Liegeplatz von Volendam nach Workum zu wechseln, war dieser Strand und die idealen Kite Bedingungen – flaches Wasser…

Nur bei Wassertemperaturen nahe Null Grad, fällt es mir leicht, den Wunsch den eigenen Kite zu holen, zu unterdrücken. Dafür hat Bomerang werfen an dem leeren Strand auch richtig Spass gemacht.

die entscheidung es jetzt zu tun

Karibik, ich komme und ich werde berichten. Aber wie fängt man eigentlich einen Blog an?

Es gibt so viele inzwischen – viele gute und noch mehr schlechte. Fange ich einen Blog an? Habe ich die Disziplin diesen auch regelmäßig zu führen?

Aber, zumindest versuche ich es. Man wird sehen ob ich es durchhalte. das einschneidende Erlebnis: Mein Boot liegt im Winter im Wasser. Diesen Winter lag es in Volendam, wie auch die letzten 2 Jahre schon. Ich will das Boot nach Workum verlegen – da gibt es einen schönen Strand und flaches Wasser, ideal zum Kiten – und nutze das gute Wetter ende Februar. Auf dem Steg treffe ich Axel und wir kommen ins Gespräch, wobei Axel die für mich magischen Worte sagt: “nächstes Jahr bin ich ganz woanders, ich fahre 2014 die ARC mit. Ich will das jetzt machen, nicht das irgendetwas gesundheitlich dazwischen kommt…”

Da sitze ich nun in den folgenden Tagen da und grübele und grübele. Ich will das auch tun, nicht die ARC, nein – das wovon ich seit 30 Jahren träume. Im Frühling 2012 bekam ich die Diagnose Parkinson und möchte nicht, die vielleicht letzte Chance verstreichen lassen, es zu versuchen. Ich habe ein Schiff, es fehlt noch etwas Ausrüstung, aber das ist zu schaffen, warum nicht jetzt? Gut, solange ich nicht darüber nachdenke, das ich damit einigen lieben Menschen ganz schön weh tun werde, gefällt mir der Gedanke richtig gut.

Bei mir festigt sich trotzdem der Plan im Mai 2014 loszusegeln – zu versuchen, die Strecke, die ich in Gedanken schon hunderte von Malen abgefahren bin, zu schaffen.

Holland – Südengland – Frankreich – Spanien – Portugal – Gibraltar – Abstecher ins Mittelmeer – Gibraltar – Kanaren – Karibik – Bermudas – Azoren – Holland

Ich starte die Vorbereitungen …