sailing & working with parkinson disease

Sponsoren (-suche)

Ich bin 45 Jahre, segele seit dem ich laufen kann und hatte mir vorgenommen, später, wenn die Kinder aus dem Haus sind, dann, ja dann… segele ich um die Welt. Aber es passiert nicht alles so wie man sich dass wünscht. Vor 2 Jahren bekam ich die Diagnose Parkinson, meine Welt veränderte sich schlagartig! Es dauerte eine Weile bis ich mit der neuen Situation zurecht kam. Aufgebaut und motiviert jetzt den “Arsch” wieder hochzukriegen hat mich dann ein Gespräch mit einem Stegnachbarn, der mir erzählte er fährt 2014 die ARC mit. Eigentlich hat er erst mit Rentenbeginn… aber er hat Angst das etwas gesundheitlich dazwischenkommt.

Ich war jedenfalls wach, überlegte, rechnete und entschied, ja ich mache das jetzt auch – die kleine Runde. Einmal Karibik und zurück. Ich möchte nicht später im Pflegeheim sitzen und mir immer wieder Vorwürfe machen – warum? Warum bloß hast Du es nicht wenigstens probiert…

Mein Boot ist nicht schlecht, ich rüstete es weitestgehend aus und werde jetzt im Mai 2014 von Workum aus starten – allein. Leider bin ich inzwischen beruflich so eingeschränkt, das keine grossen Sprünge mehr möglich sind und kam dann auf den Gedanken, dies Vorhaben als Projekt zu sehen. Es gibt viele Menschen, die in einer Situation wie der meinen oder viel schlimmer dran sind und werde für mich selber und für alle interessierte meine Geschichte aufschreiben – persönlich, ehrlich, als Blog direkt von unterwegs. Ich werde versuchen etwas Motivation zum durchhalten zu verbreiten.

Nun, ich habe Parkinson, mein linker Fuß hat Lähmungserscheinungen, der linke Arm krampft, die Feinmotorik ist stark gestört – kann ich das den überhaupt noch? Traue ich mir das zu? Ja, ich traue mir das zu. Ich habe keinerlei Interesse nicht zurückzukehren, ich habe 5 Kinder die auch kein Interesse daran haben. Ich segele seit Jahren allein, bzw. mit meinen Kindern allein und bin sehr sorgfältig, plane gut vor, lasse mir Zeit und fahre nicht auf gut Glück. Wenn ich an Deck gehe, bin ich angeleint – aber ich kann es nicht garantieren. Ich habe mir als erstes Etappenziel die Überquerung der Biscaya gesetzt, quasi als Milestone. Dann werde ich entscheiden wie es weiter geht, in die Karibik oder “nur” ins Mittelmeer. Egal wie, es wird ein Abenteuer, eine Erfahrung, etwas das mir Ruhe geben wird.

Das ist mein Vorhaben. Ich werde mir keine Fristen setzen, keinen Druck machen, werde segeln, meine Erlebnisse teilen und vor allem leben.





Ich bedanke mich für die Unterstützung bei

  • Default
  • Title
  • Date
  • Random