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RedBox

Management der Internetverbindung, Optimierung der Bandbreite und Vermeidung unnötiger Kosten und dazu noch NMEA-Repeater – redbox die kleine Wunderkiste, vernetzt iphone, ipad & Co.

RedBox

RedBox

Zuhause hat man heute in der Regel Zugang zum Internet per Flatrate und in ausreichender Geschwindigkeit. Es spielt keine Rolle ob man einen Film runterlädt und nebenbei noch das Betriebssystem aktualisiert wird. Auch macht sich keiner mehr Gedanken hochauflösenden Fotos per email zu verschicken usw.

Auch im Alltag unterwegs ist man oft schon von schnellen Internetverbindungen verwöhnt und hat Bandbreite satt. Befindet man sich aber im Ausland sieht es oft schon anders aus. Im EU-Ausland gibt es inzwischen Dank EU-Regulierung auch schon vertretbare Gebühren aber doch deutlich begrenzte Bandbreite, solange man die heimische SIM Karte verwendet.

Auch im Ausland findet man an vielen Orten WIFI Zugänge zum Internet, die in der Regel nicht Volumenbegrenzt sind, aber oft unerträglich langsam. Nutzt man die Mobilfunkverbindung, hat man meist eine gleichbleibend gute und schnelle Internetverbindung, dies aber meist zu erheblich höheren Kosten. Internetgebühren entstehen durch Benutzung des Datennetzwerkes, meist nicht die Zeit die man verbunden ist (Ausnahme Modemverbindungen). Vereinfacht kann man daher sagen, je weniger Bandbreite man benutzt, desto weniger kostet es.

Wenn man sein Notebook mit der Standardkonfiguration mit dem Internet verbindet, werden als erstes ersteinmal die Postfächer überprüft, auf System- und Virenupdates geprüft, Updates automatisch geladen ohne das man direkt etwas davon mitbekommt. Ist da dann noch eine email bei, die 2 Fotos enthält sind gelegentlich schon die erste 50 bis 100MB weg bevor man das getan hat was man eigentlich vorhatte. Im EU-Ausland sind die Kosten pro Tag und pro Monat inzwischen begrenzt, aber es ist immer noch teuer. Ganz anders sieht das aus, wenn man sich im außer europäischen Ausland befindet. Hier kostet ein MB Datenvolumen mit der deutschen SIM Karte mal eben mehr als 10€. Das kann zum finanziellen Ruin führen. Manche Provider sperren oder begrenzen daher das verfügbare Volumen.

Was kann man dagegen tun? Ich bin Systemadministrator und kenne mich ziemlich gut aus in diesem Gebiet, aber unter Windows oder Mac OS X fällt es mir schwer ein Patentrezept zu sagen, das hilft nur die gewünschten Daten aus dem Internet zu laden und alles andere auf später, wenn wieder Bandbreite im Überfluss vorhanden ist zu verschieben. Unter Linux ist das schon sehr viel einfacher, aber eben auch nichts für jedermann.

Um den Zugriff auf das Internet wirkungsvoll zu regeln, benötigt man einen Router, soetwas wie ein Filter der nur die gewünschten Daten durchlässt. Die gängigen Router, die man zuhause für diesen Zweck auch hat, sind aber gänzlich ungeeignet – die kennen sich nur mit Bandbreite satt aus…

Durch Zufall bin auf die englische Firma MailASail gestossen und habe mich mit denen unterhalten. Ursprünglich nur über die Iridium Pilot Anlage, die mir von unterwegs den Zugriff auf Internet und die telefonische Erreichbarkeit gewährleistet. Ein weiteres Produkt von MailASail ist die redbox. Ein kleiner roter Internetaccess Router speziell für Segler mit begrenztem Internet-Filter-Routing KnowHow. Als ich von der Kiste laß, dachte ich zuerst, hmm, nee, das kann ich selber und bestimmt besser. Als ich mich aber mit dem Techniker von MailASail unterhielt, wurde mir sehr deutlich, wie viel weiter hier gedacht wird, als ich dies zu diesem Zeitpunkt tat. Es hat nicht lange gedauert und ich habe die ca. 500 Euro die die Kiste kostet nach England überwiesen – und ich bin begeistert und wurde nach der gründlich durchdachten Kaufentscheidung mit den mir bekannten Vorteilen von weiteren Funktionen überrascht – aber davon etws später.

MailASail bewirbt die Kiste mit folgenden Funktionen: mini Router für die Verwendung schmalbandiger Anbindungen und Optimierung für die Nutzung per Wählverbindung per Satelitenhandy. NMEA Repeater per WLAN und LAN, sowie eine Art Leastcost Router. Das ist alles korrekt und beschreibt sachlich, nüchtern die Funktionionen.

Ich habe mir diese Funktionen etwas genauer angesehen und bin nach wie vor sehr beeindruckt und würde den Preis angesichts der Vorteile als sehr preiswert einstufen. Ich würde die Funktionalität folgendermaßen beschreiben:

  • mini Internetrouter mit einfacher profilbasierter Auswahl der gewünschten Internetverbindung
  • Volumenoptimierung durch Fitern von gewünschtem und unerwünschtem Zugriffen
  • Bandbreitenoptimierung durch einen lokalen Zwischenspeicher
  • WLAN und LAN Zugangspunkt
  • NMEA Repeater, GPS Netzwerkdienst für Kartensoftware auf dem PC/MAC
  • etwas getrennt von den oben genannten Diensten in der kleinen Box, Anbindung an weitere Dienste, die z.T. kostenpflichtig sind

  • email Optimierung (Kompression, Filtern unerwünschter Inhalte, verbieten von email Attachments wie grossen Fotos)
  • Wetterdienste (GRIB Dateien und mehr)
  • einem bemerkenswert guten Service
  • Anschluss direkt an die Bordbatterie (11 bis 18Volt)

1. Szenario

Ich bin in meinem Heimathafen Workum auf meinem Boot und habe iPhone, iPad und Notebook mehr oder weniger regelmäßig in Verwendung. Alle sind per WIFI mit der redbox verbunden und unterhalten sich im Netzwerk – fast genau wie zuhause, aber auch nur fast. An der redbox bündeln sich mehrere Internetverbindungen, die WIFI Verbindung zum Hafen WIFI – im Prinzip Bandbreite satt, die Verbindung per HSDPA oder 3G über einen UMTS Stick zu t-mobile oder kpn und die Iridium Satelitenverbindung. So, jetzt kommt der Clou: jedes Gerät hat eigene Erwartungen an die Internetverbindung oder anders, derjenige der das Gerät bedient! Mein iPhone braucht nur etwas Internet, egal wie schnell oder langsam, es empfängt nur emails und gelegentlich eine Nachricht. Anders schon das iPad, das nehme ich wenn ich ml schnell was im Internet recherchieren will und mich ml wieder über das extrem lahme WIFI aufrege. Und den Computer schalte ich nur beruflich an, dann brauche ich aber vollständige flexibilität und mal viel günstiges Volumen, mal schnelle Antwortzeiten. Wie das kombinieren? … redbox kann das … und wie!

iphone + ipad

verbindet sich automatisch mit der redbox und ich wähle das Profil “email, web und gängige Dienste” aus für die WIFI Verbindung des Hafens. Damit hat es kein Internet mehr, sowie ich aus dem Hafen raus bin, es fallen kein weiteren Kosten an. Komme ich zurück in den Hafen, hat es automatisch wieder Internet. Beinet Ungeduld ist bei diesem Profil auch genüge getan, da hierbei Webseitenelemente die schon einmal geladen wurde, wie Bilder sich lokal im Cache befinden und nur neue Elemente übertragen werden müssen.
ipad (Anwendungsfall Wetterbericht unterwegs)
außerhalb der Reichweite des Hafen WIFIs hat es ersteinmal keine Internetverbindung. Ich wechsele Auf “Leitung 2” die Mobilfunkanbindung per UMTS Stick, Profil “email” . Sofort hat das ipad Internetverbindung für die Anfrage von GRIB Files per email. 10 Sekunden später habe ich den Wetterbericht für die nächsten 12 Stunden und habe gerade mal 30kB Daten übertragen – das kostet selbst per Satelit nur ein paar Cent.
berufliche Notwendigkeit sofort auf einem Server per Remoteaccess auszuhelfen
Notwendig hierfür ist eine stabile und gleichmäßig schnelle Internetverbindung, diese muss nicht schnell sein. Das HAfen WIFI ist zu instabil dafür, also wähle ich für die Dauer des Einsatzes die Mobilfunkverbindung mit dem Profil “alle Dienste”, stelle eine VPN Verbindung zum Server her und habe die verfügbare Bandbreite nur für das Notebook. iphone, ipad und auch mein Sohn, der lieber die Zeit mit Onlinespielen totschlägt, beeinträchtigen nicht meine Arbeit.

Szenario 2

Ich befinde mich auf See, brauche Internet nur gelegentlich um den aktuellen Wetterbericht runterladen zu können und möchte nur sicher sein, das nicht unnötige kosten auflaufen – aber ich sitze regelmäßig am Notebook und bearbeite komfortabel die Wegpunkte am PC und freue mich das ich diese nicht mühselig am Kartenplotter erstellen muss. Hierbei habe ich auf meinem MacBook, mit dem ich hierfür kurz kabellos am Salontisch sitze, ganz selbstverständlich Zugriff auf sämtlich NMEA Daten wie Position, Wind, Geschwindigkeit, wahren und scheinbaren Kurs, usw.

einziger Manko

Es fehlt eine Übersichtsseite, auf der man sieht, welches Endgerät gerade mit welchem Profil verbunden ist und wieviel Bandbreite verwendet wurde. Statistiken… ich hoffe mal das dies nachgeliefert wird.




wechselrichter

12 Volt sind ja gut und schön, aber ganz ohne 220 Volt Technik? Für mich war klar, das ich 220 Volt brauche, sauberer Sinus sollte es auch sein. Erinnere mich gut an meine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker. Ist zwar schon einige Jahre her, aber was Sinus und Rechteck Spannung ist wusste ich noch.

 

Also schaute ich bei den gängigen Versandhändlern nach einem guten günstigen Sinuswechselrichter. Da gibt es viel Auswahl – meiner sollte auch für gängige Elektrogeräte wie Nespresso Machine (Wichtig!), Flex, Bohrmaschine, Hochdruckreiniger & Co. geeignet sein. 2000 Watt schwebten mir vor – waren mir aber zu teuer. Dann fiel mir ein Gerät bei SVB auf, knapp 600 Euro, reiner Sinus, 1500 Watt – von tbb.

Als ich das Packet bekam, war ich doch von Gewicht und Größe überrascht. War vielleicht etwas naiv, nicht nachzumessen, aber ich fand dann doch noch ein Plätzchen im Maschinenraum. Kabel gelegt, saubere Installation – prima, ich war zufrieden.

Der erste Test: sehr sauberer Sinus, alle Geräte bis 1000 Watt funktionierten einwandfrei – meine Nespresso Maschine leider nicht! Der Startstrom war zu hoch – leider. Ein weiterer Negativpunkt war der Ruhestromverbrauch von 2,5A. Das ist bei begrenzter Batteriekapazität schon schmerzhaft teuer. Es gab zwar eine Sparschaltung, aber die startete den Wechselrichter erst bei mehr als 70Watt – zuviel für mein Macbook.

Ich kaufte dann doch noch einen quasi Sinus Inverser – von Sterling den 1800 Watt Quasi Sinus. Inverter bestellt – klein, leicht und günstig… und funktioniert. Bisher funktionieren alle Geräte – auch meine Nespresso. Der Ruhestrom liegt bei ca. 0,5A, das ist ok – einziger Nachteil bisher: elektronische Netzteile wie im Fernseher oder ähnlichem haben ein leichtes Fiepen. Das nervt etwas. Bin trotzdem sehr zufrieden.

Fazit: den Sinus Inverter habe ich wieder ausgebaut und habe z.Z. nur den Quasi Sinus Inverser von Sterling – eine funktionierende und preiswerte Lösung. Das Fiepen der Netzteile nervt etwas, vielleicht kaufe ich irgendwann nochmal einen sehr kleinen 100 Watt Sinus Inverser für Computer, Fernseher und Co.

Intro

Zu meiner Konfirmation bekam ich mein erstes Buch über eine Weltumseglung geschenkt – “Ein Mann und sein Boot” von Rollo Gebhard. Seit dem habe ich den Traum dies auch einmal zu tun.

Ich habe jahrelang Bücher verschlungen, geplant, gerechnet und immer wieder den Gedanken vertagt. Es gab wichtigeres zu leben – Familie, Kinder, Haus, Scheidung, Neuanfang. Und auch jetzt gibt es viele Gründe die dafür sprechen es wieder zu tun – den Gedanken zu vertagen. Aber es gab eine unerwartete Wendung in meinem Leben – Parkinson. Im März 2012 bekam ich die Diagnose, seit dem hat sich meine Einstellung zum Leben grundsätzlich geändert. Ich entdecke den Egoismus in mir, tue viele Dinge mit einem ganz anderen Gefühl wie ich es bisher tat.

Die Symptome des Parkinsons werden immer deutlicher und beeinträchtigen zunehmend meine Beweglichkeit. Eine Heilungschance gibt es noch nicht. Es gibt die Möglichkeit des Hirnschrittmachers – hier werden 2 Elektroden im Gehirn positioniert, die die äußeren Symptome mindern sollen – eine gute Perspektive! Aber ich habe Angst vor der schweren Operation und bin noch nicht bereit.

So kam es im März 2013 plötzlich über mich – warum eigentlich nicht jetzt? Warum nicht jetzt einen langen Segeltörn machen? Allein! Ich überlegte und schockte meine Familie mit der Frage: Was würdet Ihr sagen, wenn ich nächstes Jahr in die Karibik segele? … Begeisterungssturm, wie zu erwarten, aber sie hält zu mir und unterstützt mich bei meinem Vorhaben.

Nach langem Abwiegen und vielen Diskussionen habe ich mir folgenden Plan zurechtgelegt: Ich starte im Mai in Workum, segele via England, Frankreich über die Biscaya nach Spanien – zur Probe sozusagen. Komme ich ohne oder mit wenig Kontakt zu meiner Familie klar? Komme ich mit meiner Krankheit auf dem Boot klar? Wenn ich die Fragen beantworten kann, entscheide ich ob ich dann ins Mittelmeer abbiege oder weiter Richtung Karibik segele.

Update

Planänderung! Die Ärzte haben mich überzeugt erst die Hirnschrittmacher OP machen zu lassen. Ein eindrucksvoller Test hat mir gezeigt, wie weit die Krankheit bei mir fortgeschritten ist. Aber, die Ärzte haben prophezeit: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben….